Nicht vergessen: Reifendruck regelmäßig prüfen

Nicht vergessen: Reifendruck messen

Der korrekte Reifendruck Ihres Fahrzeugs wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten, den Kraftstoffverbrauch und die Reifenhaltbarkeit aus und hilft Ihnen somit, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und gleichzeitig Geld zu sparen. Dazu müssen Sie den Reifendruck lediglich jeweils nach Vorgaben des Herstellers prüfen.

Was bewirkt ein zu niedriger/zu hoher Reifendruck?

Ein zu geringer Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und Reifenabrieb, was einen zusätzlichen Kraftstoffverbrauch von bis zu 10 Prozent verursacht, wobei sich zudem die Traktion verschlechtert und der Bremsweg verlängert.

Ein zu hoher Reifendruck zeigt im Vergleich dazu zwar weniger Nachteile hinsichtlich Sicherheit und Kraftstoffverbrauch, hat aber ebenso negative Auswirkungen auf die Laufleistung des Reifens und führt auf Dauer zu einem erhöhten Verschleiß des Fahrwerks.

Sorgen Sie für den optimalen Reifendruck

Der je nach Fahrzeug- und Reifentyp sowie Beladungszustand optimale Reifendruck verbessert nicht nur die aktive Sicherheit beim Fahren, sondern senkt auch den Verschleiß der Pneus sowie den Kraftstoffverbrauch und den Schadstoffausstoß des Fahrzeugs.

Falls Sie also mit Ihrem Auto normalerweise alleine und ohne schwere Zuladung fahren, dann aber beispielsweise auf dem Weg in den Urlaub vollbeladenen unterwegs sind, muss der Reifendruck diesen erhöhten Belastungen unbedingt angepasst, ergo erhöht werden. Dasselbe gilt im umgekehrten Fall – hierbei müssen Sie den Reifendruck wieder auf den Normalwert senken.

Der Aufkleber mit Angaben zum korrekten Reifendruck (meist unterteilt in Vorder- und Hinterachse sowie Fahrzeugbeladung und Reifendimension) befindet sich entweder am Holm der Fahrer-/Beifahrertüre beziehungsweise der Heckklappe oder an der Innenseite des Tankdeckels. Zudem gibt die Bedienungsanleitung Auskunft über den Reifendruck sowie weitere für das jeweilige Fahrzeug gültige Sicherheitshinweise.

Den aktuellen Reifendruck ermitteln und anpassen

Manche Fahrzeuge verfügen über eine elektronische Reifendruckanzeige, die bei zu hohem oder zu niedrigem Reifendruck den Fahrzeuglenker mittels optischem und/oder akustischem Signal warnt. (Es gibt auch handliche Messgeräte für wenig Geld, mit deren Hilfe sich der Reifendruck überprüfen lässt.)

Mit den an fast jeder Tankstelle kostenlos bereitstehenden Reifenfüllgeräten können Sie den in der Einheit „bar“ angezeigten Druck messen und bei Bedarf erhöhen oder verringern. Vergessen Sie danach nicht, die kleinen Kappen an den Ventilen der Räder wieder aufzuschrauben, da diese vor Verschmutzungen schützen.

Bei den aus einer weicheren Gummimischung bestehenden Winterreifen sollten Sie den Druck aus sicherheitstechnischen und kraftstoffsparenden Gründen zusätzlich um 0,2 bar pro Rad erhöhen.

Natürlich dürfen Sie den Reservereifen nicht vergessen. Dieser sollte mindestens denselben Druck wie die montierten Räder aufweisen – besser noch etwas mehr, da auch das unbenutzte Reserverad allmählich an Druck verliert.
Falls Ihr Auto mit einem sogenannten Notrad ausgestattet ist (erkennbar an der geringerer Breite und am großen Aufkleber „Max. 80 km/h“), ist dafür meist ein Luftdruck von 4,2 bar erforderlich.

Also, denken Sie daran: Selbst der beste Reifen „schwimmt“, wenn der Druck darin nicht stimmt.

Reifendruck – Luft oder Gas?

Manche Anbieter und Autofahrer preisen das Gas namens Stickstoff als Wundermittel zur Erhöhung der Sicherheit und gegen das “ständige Reifendruckprüfen“ an. Doch da die Luft, die wir atmen und in unsere Reifen pumpen, ohnehin aus knapp 80 Prozent Stickstoff besteht und der Druckverlust bei einem mit gewöhnlicher Druckluft gefüllten Reifen durchschnittlich 0,1 bar in drei Monaten beträgt, löst sich die “Luft-oder-Gas-Frage” sozusagen von selbst in Luft auf. Zudem hält auch die beste Stickstofffüllung bei einer groben mechanischen Beschädigung des Reifens nicht dicht.

Reiner Stickstoff als Reifenfüllmittel kommt vor allem im Rennsport und im Flugverkehr zum Einsatz, da durch den nicht vorhandenen Sauerstoff eine mögliche Brand- und Oxidationsgefahr vermindert wird. Hierbei handelt es sich allerdings um extreme Belastungen, die ein gewöhnliches Fahrzeug bei weitem nicht erreicht.

Fazit: Der einzige Unterschied für den Durchschnittsautofahrer liegt also im Preis – reiner Stickstoff kostet Geld, Luft gibt’s für lau.

Artikelbild: © anucha maneechote / Shutterstock

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